Verkehrsdemo am 17. September

Tempo 30 auf der Hauptstraße war ein großer Erfolg, ist allerdings erst der Anfang. Wie können wir uns vom Schwerlastverkehr, dem nächtlichen Straßenlärm und der Luftverschmutzung befreien? Wann werden endlich die fehlenden Fahrrad- und Fußwege gebaut? Antworten auf diese Fragen suchen die unterschiedlichsten Akteure aus Rosenthal, Niederschönhausen und Wilhelmsruh. Am 17. September wird als Ausdruck unserer Forderung nach einem Verkehrskonzept, das den Menschen in den Mittelpunkt rückt, auch in unserem Kiez demonstriert. Jeder, den diese Problematik umtreibt, ist herzlich eingeladen, dabei zu sein.

Hier sind weitere Informationen im Flyer zusammengefasst.

Bestandserhebung auf der Hauptstraße

In regelmäßigen Abständen setzen wir uns an einen Tisch mit dem Stadtplanungsbüro dieraumplaner, das uns bei der Erarbeitung eines professionellen Konzepts für eine attraktive, lebendige Hauptstraße unterstützen. Der erste Schritt dahin ist eine Bestandsaufnahme der Einzelhandelsstruktur in Wilhelmsruh. Diese wird uns u.a. helfen, nächstes Jahr, eine unserer Herzensangelegenheiten, den samstäglichen Wochenmarkt, auf die Beine zu stellen. Wir sind durch unseren Kiez gezogen und haben Geschäftsinhaber interviewt. Als nächstes werden die Daten nun ausgewertet und unsere Geschäftsstraße auf Herz und Nieren geprüft.

© Wilhelm gibt keine Ruh

Hofflohmärkte in Wilhelmsruh/Rosenthal

Am Sonntag, 23. August 2020, von 11 bis 16 Uhr finden wieder Hofflohmärkte in Wilhelmsruh und Rosenthal statt.

Aufgrund von Corona müssen natürlich Abstandsregeln eingehalten werden.

Hier ist der Lageplan als PDF.

Und hier findet ihr die einzelnen Hofflohmärkte auf einer Google Maps Karte.

Wir wünschen allen einen schönen Spaziergang durch die Nachbarschaft und erfolgreiche (Ver-)Käufe!

Endlich Tempo 30 in der Hauptstraße!

Liebe WilhelmsruherInnen, es ist ein Riesenerfolg: nach langem Warten hat die Verkehrslenkungsbehörde (VLB) unseren Antrag auf Tempo 30 in der Hauptstraße genehmigt!   Hier der entsprechende Passus aus dem Antwortschreiben, das uns heute erreichte:

„Ich beabsichtige aus Gründen der Verkehrssicherheit und aus Lärmschutz durchgängig sowie zeitlich unbefristet Tempo 30 zwischen Kopenhagener Straße und Schillerstraße anzuordnen.“

Antwortschreiben der Verkehrslenkungsbehörde vom 11.03.2020

Wir sind glücklich und stolz auf diesen Erfolg! Es ist ein großer Schritt hin zu einem belebten Ortskern. Der geplante Straßenabschnitt umfasst den Bereich von der Kopenhagener Straße bis zur Schillerstraße. Hier liegen untern anderem das zukünftige Eiscafé, das Kindercafé, das Restaurant, der Blumenladen, mehrere Kitas, der Edeka und der Kirchenvorplatz. Hier werden wir in Zukunft von weniger Lärm und weniger Autorstress belastet, das ist so toll!

Es zeigt uns, dass wir als Bürger etwas erreichen können, wenn wir uns für unsere Belange, für unsere Gesundheit und Sicherheit und die unserer Kinder einsetzen.

© Riecher 2020

Leider umfasst die aktuelle Anordnung nur die Hauptstraße bis zur Kopenhagener Straße, wir würden uns jedoch ein durchgehendes Tempolimit ab dem S-Bahnhof Wilhelmsruh wünschen. Am Ende der Hauptstraße befindet sich der Neubaukomplex von der Gesobau (Kopenhagener Straße 99 bis 103) und die Kita Pankebären, sowie der Straßenübergang mit Mittelinsel. Der Kita-Eingang befindet sich in der Straße 33, wo dann kein Tempolimit mehr gilt. Wir befürchten sogar, dass hier das Abbremsen und Beschleunigen der Autos die Lärm- und Feinstaubbelastungen direkt vor der Kita und dem Wohnhaus noch steigern werden. Eine erhöhte Sicherheit für diese Kita-Kinder und Anwohner ist somit leider noch nicht erreicht.

Wir hoffen sehr, dass dieser Bereich noch miteingeschlossen wird in die Anordnung. Auch die Kitaleitung selbst könnte aktiv ein Tempolimit beantragen, ebenso die Anwohner aus dem Gebäudekomplex der Kopenhagener Straße 99 – 103. Eine Vorlage haben wir für beide Gruppen erstellt und unten verlinkt:

Außerdem erteilt uns die Verkehrslenkungsbehörde (VLB) eine Absage zum geforderten LKW-Fahrverbot mit folgender Begründung:

„Die Hauptstraße ist eine dem öffentlichen Verkehr uneingeschränkt gewidmete Straße. Sie verbindet nicht nur Wohngebiete miteinander, sondern auch Industrie- und Gewerbegebiete. Im Bereich der Kopenhagener Straße von Flottenstraße bis zum S-Bahnhof Wilhelmsruh befindet sich ausschließlich Gewerbegebiet. Die ausliefernden Lastkraftwagen, müssen dazu auch die Hauptstraße befahren.“

Antwortschreiben der Verkehrslenkungsbehörde vom 11.03.2020

Wir meinen: Die LKWs müssen gar nicht zwingend durch ein Wohngebiet fahren, sondern können über besser geeignete Straßen ausweichen: Die B96 und B96a.

Die Verkehrslenkungsbehörde hebt in ihrem Bescheid selbst ausdrücklich hervor:

„Im Berliner Streckennetz für Großraum- und Schwertransporte ist die Hauptstraße in Wilhelmsruh nicht enthalten.“

Antwortschreiben der Verkehrslenkungsbehörde vom 11.03.2020

Diese Stellungnahme widerspricht leider der Realität. Diese liegt bei mindestens 19 Schwertransportern pro Tag (zwei Container auf je einem Lkw mit Anhänger)! Dieses Thema wurde bereits 2018 in einem Brief des MdA Hofer (SPD) an die BSR und ALBA zum Ausdruck gebracht.

Für die Umsetzung des Tempo-30-Limits auf der Hauptstraße wurden von der Verkehrslenkungsbehörde (VLB) die erforderlichen, gesetzlich vorgeschriebene Anhörungs-/Anordnungsverfahren gegenüber dem zuständigen Straßen- und Grünflächenamt Pankow und der Polizei eingeleitet. Es kann allerdings noch etwas Zeit vergehen und wir warten bis dahin mit Vorfreude auf die Tempo 30 Schilder!

Der erste Erfolg (Tempo 30 in der Hauptstraße) spornt uns an, unsere Vision einer Mobilitätswende weiterzuverfolgen. Wir alle können gemeinsam dazu beitragen, dass der Verkehr eingedämmt wird. Unterstützt mit uns den seit Jahren aktiven Verein für nachhaltige Verkehrsentwicklung Pankow! Auf der Internetseite sind umfangreiche Informationen zum Thema Verkehr in Wilhelmsruh und Rosenthal versammelt. Liebe WilhelmsruherInnen, macht mit bei den Aktionen und beantragt als AnwohnerIn in eurer Straße Tempo 30, wenn diese noch nicht in den geplanten Bereich fällt.

Weitere Informationen zum Thema Verkehr
© Riecher 2020

Wir haben gewonnen!!!

Unsere Kiezinitiative ist unter den drei Gewinner*innen des Wettbewerbs „MittendrIn Berlin!“

Bekanntmachung vom 26.02.2020, https://www.berlin.de/mittendrin/

Was haben wir in den letzten Tagen und Wochen gehofft und gebangt… Nach der Einreichung des schriftlichen Wettbewerbsbeitrags im Januar haben wir bei der zweiten Jurysitzung des Wettberwerbs „MittendrIn Berlin!“ am 24.02.2020 unsere Kiezinitiative und unser Konzept präsentiert. Und nun ist es amtlich:

Wir sind unter den drei Gewinner*innen!

Für die Wiederbelebung der Hauptstraße im Pankower Ortsteil Wilhelmsruh setzt sich die Initiative „Wilhelm gibt keine Ruh“ zusammen mit lokalen Vereinen und Akteur*innen ein. Mit fachlicher Unterstützung wird ein Umsetzungskonzept entwickelt, um die „Kiezmitte“ als Nahversorgungszentrum zu sichern und als Aufenthaltsort wieder erlebbar zu machen. Als Sofortmaßnahme soll ein samstäglicher Wochenmarkt als Kommunikationsort und zur Schließung entstandener Lücken im Einzelhandelsangebot etabliert werden. Die Jury überzeugte der durchdachte und differenzierte Ansatz sowie die gleichermaßen professionelle als auch begeisternde Gruppe.

https://www.berlin.de/mittendrin/gewinner/

Wir freuen uns unbändig und danken allen, die uns unterstützt haben und freuen uns darauf, (noch) mehr für unseren Kiez bewegen zu können!

Pressemitteilung

Bezirksbürgermeister Sören Benn gratuliert

„Diese Auszeichnung ist eine große Wertschätzung für das tolle Engagement der Leute und zeigt eindrucksvoll, wie nützlich und professionell Stadtentwicklung aus der Bevölkerung heraus entwickelt werden kann“, so der Bezirksbürgermeister. „Ich wünsche mir, dass die Wilhelmsruher jetzt Vorbild für andere Initiativen im Bezirk sind und weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Ideen haben“

Bezirksbürgermeister Sören Benn (Die Linke), Pressemitteilung vom 26.02.2020

Online-Zeitungsartikel der Berliner Woche

Wir müssen uns erst einmal fassen und melden uns bald mit mehr Details zurück!

Brot frisch vom Dorf!

Traditionell hergestellte Brote aus der Region

Brotbackstube49-Vollkornbäckerei und Backschule

–> Update Juni 2020: Der Backbetrieb läuft – Lieferungen ins Cafe Schnattertinchen finden wieder statt.

Die Brotbackstube49 – Vollkörnbäckerei und Backschule – aus dem benachbarten Blankenfelde war Ende November 2019 zu Gast auf dem Wilhelmsmarkt. Die Wilhelmsruher:innen hat es nach der Schließung der Bäckerei Pawlik sehr gefreut, wieder selbst gebackenes Brot kaufen zu können.

Die Brotbackstube49 bäckt nach traditionellem Herstellungsverfahren, mit eigenem Natursauer- und Hefevorteigen und mit langen Quell- und Ruhezeiten. Die Rohstoffe sind Vollkorngetreideprodukte und Saaten von regionalen Anbietern aus biologisch-kontrolliertem Anbau. Wer möchte, kann dort auch einen Brotbackkurs absolvieren.

So startete Anfang Januar 2020 eine Kooperation zwischen der Brotbackstube49 und dem Eltern-Kind-Café Schnattertinchen: nach vorheriger Bestellung kann immer mittwochs und freitags im Cafe Schnattertinchen frisches Brot abgeholt werden. Die Auswahl und Bestellung der Brote erfolgt hier.

Eltern-Kind-Café Schnattertinchen

Die Abholung:

Cafe Schnattertinchen:
Hauptstraße 16
13158 Berlin.
Website.  

Für eine gute Brotmahlzeit!